Netzstabilisierung am Anschlusspunkt
Eigenerzeugung und Speicher stützen die Spannung am Anschlusspunkt. Wichtig dort, wo empfindliche Maschinen an einer schwachen Netzanbindung hängen.
Hallendach-Anlagen · Oberfranken
Eine Gewerbeanlage rechnet sich über den Eigenverbrauch, nicht über die Einspeisung. Wir belegen Ihr Hallendach deshalb nach Ihrem Lastprofil, nicht nach freier Fläche.
Eigene Anlagen
Eine Hallenanlage unterscheidet sich von diesen Aufnahmen in der Stückzahl, nicht in der Technik: Freifläche, Flachdach mit Ballast, Trapezblech und Blechanbau sind die Unterkonstruktionen, mit denen auch ein Betriebsdach belegt wird. Die größte von uns geplante Betriebsanlage misst 750 kWp; ein freigegebenes Foto davon haben wir nicht, und wir zeigen lieber weniger als eine fremde Aufnahme.
Sparpotential
Zwei Angaben genügen für eine erste Größenordnung: Jahresverbrauch und die Frage, wie gleichmäßig Ihr Betrieb Strom zieht. Je mehr Last am Tag anliegt, desto größer darf die Anlage werden und desto höher fällt der Eigenverbrauch aus.
Für den Betrieb
Welche dieser Wirkungen in Ihrem Betrieb am schwersten wiegt, entscheidet die Auslegung.
Eigenerzeugung und Speicher stützen die Spannung am Anschlusspunkt. Wichtig dort, wo empfindliche Maschinen an einer schwachen Netzanbindung hängen.
Ein passend ausgelegter Speicher überbrückt Netzausfälle für ein definiertes Teilnetz: Serverraum, Kühlung, Steuerung. Keine verlorene Charge, keine Wiederanlaufzeit.
Lastspitzen kappt nicht die Anlage, sondern ein Speicher davor, bevor sie den teuren Leistungspreis hochtreiben. Eigene Rechnung: Gewerbespeicher mit Simulation.
Weniger Leistungsbezug bedeutet niedrigere leistungsabhängige Netzentgelte. Ob Ihr Lastprofil für die atypische Netznutzung in Frage kommt, prüfen wir mit.
Selbst erzeugter Strom kostet über die gesamte Anlagenlaufzeit denselben festen Betrag. Das entkoppelt einen Teil Ihrer Stromkosten von den Schwankungen am Markt.
Dokumentierter Eigenstrom und gesenkte CO₂-Emissionen zahlen auf Ihr ESG-Rating ein, zunehmend ein harter Faktor bei Ausschreibungen und Finanzierungen.
Beispielrechnung
Zweischichtbetrieb, Halle mit flach geneigtem Trapezblechdach, Zerspanung und Absauganlage als Hauptverbraucher. Alle Zahlen netto und auf volle Hundert gerundet.
| Position | Wert | Wirkung im Jahr |
|---|---|---|
| Jahresverbrauch | 240.000 kWh | Kosten vor der Anlage rund 67.200 € |
| Anlagengröße | 180 kWp, 396 Module | Erzeugung rund 171.000 kWh |
| Eigenverbrauchsanteil | 68 % (Zweischicht) | 116.000 kWh selbst genutzt |
| Ersparnis Arbeitspreis | 116.000 kWh × 0,28 € | 32.500 € |
| Einspeisung Reststrom | 55.000 kWh × 7,86 ct | 4.300 € |
| Investition netto | 180 kWp × 1.450 € | 261.000 € einmalig |
| Amortisation | 261.000 € ÷ 36.800 € | rund 7,1 Jahre |
Zusammen rund 36.800 € Ersparnis pro Jahr. Die Anlage läuft danach weitere zwei Jahrzehnte - bei bis zu 30 Jahren Modulgarantie ist das der eigentliche Ertrag.
Schritt 1 - Erzeugung. 180 kWp × 1.000 kWh Ertrag je kWp und Jahr = 171.000 kWh. Der Ertragswert gilt für Süd- bis Südwestausrichtung im Frankenwald; Ost-West-Belegung liefert weniger Spitze, dafür ein breiteres Tagesband.
Schritt 2 - Eigenverbrauch. Im Zweischichtbetrieb liegt am Tag durchgehend Last an. Aus dem Lastgang ergaben sich 68 % Eigenverbrauchsanteil, also 116.280 kWh, gerundet 116.000 kWh. Ohne zweite Schicht wären es eher 45 bis 50 %.
Schritt 3 - Ersparnis. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt Netzbezug zu 0,28 €: 116.000 × 0,28 € = 32.480 €, gerundet 32.500 €. Die verbleibenden 55.000 kWh gehen ins Netz und bringen 7,86 ct, also rund 4.300 €.
Schritt 4 - Investition. 180 kWp × 1.350 €/kWp = 261.000 € netto. Enthalten sind Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion, Verkabelung, Montage, Netzanschluss und Inbetriebnahme. Nicht enthalten sind Dachsanierung und ein eventuell nötiger Trafo.
Schritt 5 - Amortisation. 261.000 € ÷ 36.780 € = 7,1 Jahre. Ein Speicher verkürzt das weiter, weil er zusätzlich den Leistungspreis senkt - dazu die Speicherseite mit Simulation.
Was die Rechnung nicht enthält. Steuerliche Effekte, Abschreibung, Finanzierungskosten und mögliche Förderungen. Das gehört in Ihre Kalkulation, nicht in unsere.
Auslegung
Die meisten Angebote beginnen mit der Frage, wie viele Module auf das Dach passen. Wir beginnen mit dem viertelstündlichen Lastgang der letzten zwölf Monate, den wir beim Netzbetreiber anfordern. Erst daraus ergeben sich Anlagengröße, Wechselrichterkonzept und die Frage, ob ein Speicher überhaupt etwas bringt.
Der Unterschied ist keine Feinheit. Ein voll belegtes Dach über einem Betrieb, der nachts arbeitet, speist den größten Teil seiner Erzeugung für 7,86 ct ein, statt Netzbezug zu 0,28 € zu ersetzen. Bei dieser Investitionshöhe wird eine falsche Annahme sofort sechsstellig.
Dazu kommt der zweite Preis, den nur Gewerbekunden kennen: Im Tarif mit registrierender Leistungsmessung zahlen Sie den Arbeitspreis je Kilowattstunde und einen Leistungspreis, der an der höchsten gemessenen Viertelstunde hängt. Den ersten senkt jede Anlage. Den zweiten senkt sie nur, wenn die Spitze in die Sonnenstunden fällt. Auch das steht im Lastgang, und auch das rechnen wir vor dem Angebot aus.
Ablauf
Rechnen Sie mit vier bis sieben Monaten. Den größten Teil bestimmt nicht die Montage, sondern das Verfahren beim Netzbetreiber. Deshalb starten wir damit, sobald die Auslegung steht, und nicht erst nach Auftragserteilung.
Wir holen die viertelstündlichen Verbrauchsdaten eines vollen Jahres beim Netzbetreiber ein. Sie unterschreiben dafür eine Vollmacht, mehr ist nicht nötig.
Dachaufbau, Blechstärke, Trafo, Zählerplatz und Kabelwege vor Ort. Den Nachweis für Module, Unterkonstruktion und Schneelast erstellt ein Statikbüro aus der Region. Trägt das Dach nicht, sagen wir das vor dem Angebot.
Belegungsplan, Ertragsprognose, Amortisationsrechnung und ein Festpreis mit Einzelpositionen, auf Wunsch mit und ohne Speichervariante.
Ab 30 kWp läuft die Anmeldung über das Einspeisemanagement des Netzbetreibers, darüber kommen weitere Nachweise dazu. Netzanschlussbegehren, Einspeisezusage, Zählerplatzänderung und Marktstammdatenregister übernehmen wir samt Rückfragen und Terminverfolgung.
Unterkonstruktion, Module, Wechselrichter und Netzanschluss; bei 180 kWp drei bis fünf Arbeitstage auf dem Dach. Die Elektroarbeiten führt ausschließlich eine beim Netzbetreiber eingetragene Fachkraft aus. Verkabelt wird mit deutschen Kabeln und Steckern, UV-beständig und marderbissfest. Abgeschaltet wird nur am Anschlusstag, abgestimmt mit Ihrer Schichtplanung.
Abnahme mit dem Netzbetreiber, Messprotokolle, Übergabe der Dokumentation und Einweisung Ihres Haustechnikers. Danach Monitoring auf Strangebene, damit ein ausgefallener Strang auffällt, bevor er ein Quartal Ertrag kostet.
Wer plant
Sie sprechen mit dem, der die Anlage auslegt, nicht mit einem Vertriebsbüro. Unser Sitz ist der Mühlweg 4 in 96349 Steinwiesen, mitten im Frankenwald. Betriebe im Landkreis Kronach erreichen wir in gut zehn Minuten, in Coburg und Hof in rund 45. Kurze Wege sind im Gewerbebau kein Komfort, sondern ein Terminfaktor: Wer bei einer Störung am selben Tag vor Ort ist, spart Ihnen einen Produktionstag.
Häufige Fragen
Entscheidend ist nicht die Größe, sondern wann Sie Strom verbrauchen. Ein Betrieb mit 60.000 kWh und durchgehender Tageslast rechnet sich besser als einer mit 200.000 kWh, dessen Verbrauch nachts anfällt. Ab etwa 50.000 kWh Jahresverbrauch und Tagesbetrieb ist eine Auslegung in der Regel sinnvoll.
Für Anlagen bis 135 kWp rechnen Sie mit sechs bis zwölf Wochen zwischen Netzanschlussbegehren und Einspeisezusage. Darüber kommt häufig ein Netzverträglichkeitsgutachten dazu, das weitere acht bis sechzehn Wochen kostet.
Möglich sind eine Teilbelegung in den tragfähigen Bereichen, eine leichtere Unterkonstruktion oder eine Ertüchtigung durch das Statikbüro. Eine Freiflächen- oder Carport-Variante prüfen wir auf Wunsch mit.
Wir. Dachdurchdringungen führt unsere Dachpartnerfirma aus und dokumentiert sie; die Gewährleistung liegt bei uns als Generalunternehmer, Sie müssen sich nicht zwischen Dachdecker und Elektriker stellen. Bei Trapezblech arbeiten wir wo möglich mit klemmenden Systemen ganz ohne Durchdringung.
Für das erste Gespräch reicht die letzte Jahresabrechnung. Für die Auslegung kommen eine Vollmacht zur Lastgangabfrage, ein Dachaufmaß oder Bestandspläne und Fotos des Zählerplatzes dazu. Alles Weitere holen wir selbst ein.
Festpreis mit Einzelpositionen. Nach Aufwand abgerechnet wird nur, was vorher nicht sichtbar war, etwa ein Trafo, der erst nach Öffnung der Station beurteilt werden kann. Solche Punkte stehen als benannte Vorbehalte im Angebot, nicht im Kleingedruckten.
Rückruf
Sagen Sie uns, wann es Ihnen passt. Wir melden uns innerhalb eines Werktags mit den ersten Fragen zu Dach, Lastprofil und Zeitplan. Vorbereiten müssen Sie dafür nichts.